Detektei Dinklage

Dinklage liegt in der Norddeutschen Tiefebene im so genannten Dinklager Becken, einem großen Niederungsgebiet etwa 100 km südlich der Nordseeküste, etwa 60 km östlich der niederländischen Grenze und fast auf halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück. Östlich und nordöstlich erstrecken sich größere Moorgebiete, im Nordwesten grenzt die Cloppenburger Geest an, südöstlich grenzen die Dammer Berge an, im Westen das Hasetal und weiter westlich und südwestlich die Ankumer Höhe.

Das Landschaftsbild ist vielgestaltig und wird durch zahlreiche Baumreihen und Wallhecken aufgelockert.

Geologie und Hydrogeologie

Dinklage liegt in der Norddeutschen Tiefebene. Das Gebiet um Dinklage besteht hauptsächlich aus glazio-fluviatilen Sedimenten, die in erster Linie aus lehmigen und sandigen Ablagerungen des Pleistozäns bestehen. Bohrungen zeigten, dass die oberste Bodenschicht eine Stärke von ungefähr 5–7 m hat. Diese Schicht ist unterlagert von einer etwa 10 m starken lehmigen und marligen Sedimentschicht. Sandige Schichten in einer Tiefe von 25 bis 30 m bilden einen ertragreiche Aquifer für Grundwasserförderung. Der oberste Grundwasserleiter befindet sich in einer Tiefe von 2 bis 6 m.
 

Um das Jahr 980 wurde von den Gaugrafen von Calvelage (heute Brockdorf) eine Burg in Dinklage erbaut, die Ferdinandsburg. Sie war Wohnsitz der Gaugrafen Bernhard I (um 980), Hermann I (um 1020) Bernard II (um 1051) und Hermann II (um 1075) im damaligen Dersagau.

Dinklage wurde im Jahre 1231 erstmals urkundlich erwähnt (Thinclage, später Dynclage, ab 1270 Dinklage). 1231 kam die Burg in den Besitz der Familie des Johan von Dinklage, einem ehemaligen Verwalter im Dienst des früheren Gaugrafen.

Der Ortsname – besonders seine Endung (lage) – lässt auf eine Rodungssiedlung des 11. bis 12. Jahrhunderts, möglicherweise mit einer Gerichtsstätte (Thinc, Thing, Ding), schließen. Die Eigentümer des Grundes und Landes waren die Herren von Dincklage. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Dinklage auch ein eigenes Kirchspiel, zuvor gehörte es zum Kirchspiel Lohne.

Als die Herren von Dinklage um 1372 versuchten, eine eigenständige Herrschaft aufzubauen, wurden sie unter großen Anstrengungen des Bischofs von Münster, Florenz von Wevelinghoven, niedergerungen. Die bei der Belagerung zerstörte Burg (Ferdinandsburg) wurde bereits um 1400 durch vier neue Burgen an anderer Stelle ersetzt, von denen heute allerdings nur noch die Dietrichsburg in einem späteren Baustil erhalten ist. Die Burg ging 1588 in Privatbesitz der Familie Ledebur über. An die Johannsburg, die Herbordsburg (bis 1677) und die Hugoburg (bis 1840) erinnern nur noch die ehemalige Rentei und die Burgkapelle. Die erste Kirche wurde am 4. Juni 1349 eingeweiht. Dadurch wird die Pfarrei Dinklage von der Mutterpfarrei Lohne getrennt. Wolterus wird der erste Pfarrer in Dinklage. Die Pest wütete 1360 in Dinklage und der Region. Die Raubritterburg, Ferdinandsburg, wurde nach 15-wöchiger Belagerung erstürmt und am 17. September 1374 zerstört. 20 Jahre nach dem ersten Ausbruch der Pest kam sie 1380 noch einmal nach Dinklage, sowie in die Region, zurück. Die Vechtaer Amtleute fielen in die Kirchspiele Gehrde und Badbergen ein. Als sofortige Gegenreaktion gab es ab sofort Plünderungen in Dinklage. Eine große Pestepidemie wurde 1505 von Bremen eingeschleppt und hielt Jahre an.

 

 

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